Mit den ersten Anzeichen des Herbstes beschenkt uns die Natur mit einer Fülle von Früchten, wie Pflaumen, Äpfel, Nüsse, Kartoffeln, Kürbis, Mais und viele weitere Obst- und Gemüsesorten sowie Getreide. Wie aus den Getreide-Gaben unser tägliches Brot entsteht, erlebten die Kinder der Klasse 2a in Zusammenarbeit mit Grundschule und Hort der FES Dresden im Rahmen des Aktionstags "Vom Korn zum Brot" auf eine besonders eindrückliche Weise. Dieser Tag, der zugleich eine Hinführung zum kommenden Erntedankfest darstellte, brachte nicht nur Wissen, sondern auch die Werte unserer Schulgemeinschaft auf den Punkt: Miteinander glauben, lernen und leben.

Bild: FES Dresden
Eine Reise durch die Welt des Getreides
Unter der Leitung von Frau Hoffmann und Frau Bürgel startete der Projekttag mit einem fesselnden Erzähltheater, dem Kamishibai. In einer anschaulichen Sachgeschichte erfuhren die Kinder, wie aus einem kleinen Getreidekorn ein Laib Brot wird. Dabei entstanden zahlreiche Fragen, die den Forschergeist der Kinder weckten: von der Arbeit der Bauern vor einem Gewitter über die Funktion einer Mühle bis hin zu den Kosten eines Mähdreschers. Diese Neugierde bildet die Grundlage für ganzheitliches Lernen, das an unserer Schule auf dem Prinzip der gegenseitigen Annahme basiert.
Abenteuer in der Backstube
Ein besonderes Highlight war der anschließende Besuch bei der Bäckerei Ullrich. Wir hatten Glück, dass Herr Ullrich das Angebot kurz vor dem Beginn der Stollenproduktion 2025 umsetzen konnte, denn normalerweise benötigen die Tagesbäcker den hinteren Bereich der Backstube. In zwei Kleingruppen hatten die Kinder die Gelegenheit, den Bäckermeister und Konditoreibesitzer, Herrn Ralf Ullrich, bei seiner Arbeit zu begleiten und selbst aktiv zu werden. Herr Ullrich vermittelte sein unglaubliches Fachwissen sehr herzlich, kindgerecht und mit viel Humor. Er betonte, dass es ihm eine Freude und ein persönliches Anliegen sei, die Backstube im offiziellen Rahmen mit den Kindern zu erkunden, da er viele Eltern der FES-Schüler als Stammkunden kennt.

Bild: FES Dresden
Nachdem die kleinen Bäcker mit Schürzen und geschlossenen Haaren auf ihr Backstubenabenteuer vorbereitet wurden, lernten sie faszinierende Fakten: So werden in der Bäckerei Ullrich täglich 4.000 Brötchen gebacken und die Arbeit beginnt bereits um ein Uhr nachts. Herr Ullrich erklärte zudem, dass sein Brot ohne Zusatzstoffe und Zucker gebacken wird und 24 Stunden gehen (gären) muss. Die Kinder erfuhren, dass 16 Getreidesorten verarbeitet werden und dass die Schaubäckerei es ermöglicht, den ganzen Tag über frisch für den Verkauf zu backen.

Bild: FES Dresden
Die gebackenen Meisterwerke der Kinder, insgesamt vier große Bäckerbackbleche, konnten am Folgetag von Frau Bürgel abgeholt werden. Die Brötchen wurden von den Kindern in der Frühstückspause mit Frau Hoffmann genüsslich verzehrt, sodass jedes Kind mehrere Brötchen für sich hatte – ein köstlicher Abschluss des Projekts für alle Beteiligten.
Die Bedeutung von Erntedank und Brot
Der Aktionstag vertiefte auch das Verständnis für das Erntedankfest und die tiefere Bedeutung von Brot in unserem Leben. Getreu der Überzeugung, dass Gott den Menschen nach seinem Bild geschaffen hat und uns die Erde anvertraut hat, um zu säen und zu ernten, wurde den Kindern vermittelt, dass alle Menschen von den Gaben der Natur leben sollen. Dies gelingt nur, wenn wir aufeinander Acht geben, die Natur und die Tiere gut behandeln und die Ernte miteinander teilen.
Der Aktionstag fand bereits zum wiederholten Mal statt. Schon in den vergangenen Jahren hat die Bäckerei Ullrich der FES Dresden die Möglichkeit geboten, mit einzelnen Klassen das Backhandwerk hautnah zu erleben. Für die Möglichkeit, diese mittlerweile liebgewordene Tradition wahrzunehmen, möchten wir uns auch bei der Bäckerei Ullrich noch einmal herzlich bedanken.
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