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Ein tierisch gutes Miteinander: Schulhund Friede bereichert die FES Dresden

von Franziska Baum

Schon seit längerer Zeit ist sie ein fester Bestandteil unseres Schulalltags und aus den Gängen der FES Dresden nicht mehr wegzudenken: Schulhündin Friede. Die freundliche Mini-GoldenDoodle-Hündin gehört unserer Kollegin Frau Friedrich und unterstützt mit großer Begeisterung den Unterricht in der Klasse von Frau Leichsenring. Friede ist dabei weit mehr als nur ein Haustier; sie ist eine Brückenbauerin, die die Herzen der Schülerinnen und Schüler im Sturm erobert hat und die Gemeinschaft auf eine ganz besondere Weise stärkt.

In unserer Schulfamilie wird die Vision eines Lebens in inklusiver Gemeinschaft großgeschrieben, und Friede leistet hierzu einen wertvollen Beitrag. Als allergiefreundliche Hündin ermöglicht sie nahezu allen Kindern die Begegnung mit einem Tier, ohne gesundheitliche Bedenken. Ihre Anwesenheit erinnert uns täglich daran, dass gegenseitiges Unterstützen und Ergänzen das Miteinander an unserer Schule bestimmen.

Lernen mit allen Sinnen: Friede im Mathematikunterricht

Wie lebendig und motivierend Unterricht mit tierischer Unterstützung sein kann, zeigte sich kürzlich in einer besonderen Mathematikstunde zum Thema Geld und Preisvorstellungen. Frau Friedrich gestaltete rund um Friede einen kleinen "Einkaufsladen" mit verschiedenen Hundeartikeln, in dem die Kinder Preise schätzen und berechnen durften. Ob es um die Kosten für ein Hundekörbchen oder Leckerlis ging – die Schülerinnen und Schüler entwickelten durch diesen lebensnahen Bezug ein fundiertes Verständnis für Werte, das weit über theoretische Rechenaufgaben hinausgeht.


Foto: FES Dresden: Einkaufsladen rund um Hundeartikel – steigert enorm die Motivation für die Beschäftigung mit dem Mathe-Thema “Geld”.

Solche aktiven Einsätze, bei denen Friede beispielsweise auch am Glücksrad dreht oder gezielt in Aufgabenformate eingebunden wird, schaffen wertvolle emotionale Ankerpunkte.

Die Kinder sind mit spürbar mehr Freude bei der Sache, und die Konzentration im Raum steigt, wenn die vierbeinige Assistentin ihre Aufgaben verteilt. Dieser handlungsorientierte Ansatz macht das Lernen an der FES Dresden zu einer Erfahrung, die Kopf und Herz gleichermaßen anspricht.

Tiergestützte Pädagogik und unsere christlichen Werte

Die Arbeit mit Friede basiert auf dem Konzept der tiergestützten Pädagogik, welches die natürliche Verbundenheit zwischen Mensch und Tier nutzt. Ein Hund wie Friede bewertet nicht; sie akzeptiert jeden Menschen so, wie er ist, ohne Kritik oder Vorurteile. Diese bedingungslose Annahme spiegelt einen Kernwert unserer Schule wider: Gott hat den Menschen nach seinem Bild geschaffen, woraus sein unveräußerlicher Wert und seine Würde resultieren.

In der Begegnung mit Friede erfahren die Schülerinnen und Schüler täglich, was es bedeutet, wertgeschätzt zu werden – eine Erfahrung, die den christlichen Glauben im Schulalltag greifbar macht. Das Leitbild "Miteinander Glauben. Lernen. Leben." wird durch die Hündin um eine emotionale Dimension bereichert, die den Respekt untereinander fördert. Friede hilft den Kindern dabei, zur Ruhe zu kommen und sich als Teil einer fürsorglichen Gemeinschaft zu fühlen.

Ein rücksichtsvoller Umgang für Tier und Mensch

Damit der Einsatz für alle Beteiligten ein Erfolg bleibt, achten wir sehr genau auf die Bedürfnisse unserer Schulhündin. Friede, die in Kürze ihren ersten Geburtstag feiert, besucht die Schule derzeit etwa zwei- bis dreimal pro Woche für jeweils rund eine Stunde. Diese bewusste Zeitplanung stellt sicher, dass die junge Hündin nicht überfordert wird und ihre Zeit im Klassenzimmer stets positiv erlebt. Ein fester Ruheplatz und klare Rückzugsregeln sind dabei ebenso wichtig wie die Einhaltung strenger Hygienestandards.

Die Schülerinnen und Schüler lernen durch Friede, Verantwortung zu übernehmen und die Grenzen eines anderen Lebewesens zu achten. Das gemeinsame Aufstellen und Einhalten von Regeln für die Hundestunden fördert die Selbstdisziplin und das soziale Miteinander. So wachsen Kinder und Hund gemeinsam in einer Umgebung auf, die von Vertrauen, Sicherheit und gegenseitiger Rücksichtnahme geprägt ist.

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