FES Dresden
Spenden
MITEINANDER
GLAUBEN. LERNEN.
LEBEN.

Ein Meilenstein für Generationen: Feierliche Einweihung des FES-Neubaus

Ein Meilenstein für Dresden-Seidnitz: Mit einem emotionalen Festakt wurde der hochmoderne Schulneubau der Freien Evangelischen Schule offiziell eingeweiht. Das 28-Millionen-Euro-Projekt ermöglicht erstmals das Angebot einer gymnasialen Oberstufe am Campus und setzt neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit. Erleben Sie die Höhepunkte der Feier – von der Uraufführung des FES-Songs bis zum Besuch des Kultusministers.

Am 2. März 2026 erlebte unsere Schulgemeinschaft einen jener seltenen Tage, an denen Visionen greifbar werden. Mit einem Festakt, der von tiefer Dankbarkeit und feierlicher Freude geprägt war, haben wir den Neubau der FES Dresden sowie die neue Sporthalle an der Altenberger Straße offiziell eingeweiht. Nachdem unsere Schülerinnen und Schüler das Gebäude bereits im November 2025 mit leuchtenden Augen bezogen hatten, markierte diese Feier nun den formalen Abschluss eines Mammutprojekts.

Besonders bedeutsam ist dieser Schritt, da erst durch diesen modernen Neubau der notwendige Raum geschaffen wurde, um die gymnasiale Oberstufe an unserem Standort erfolgreich anzubieten. In den Gesichtern der geladenen Gäste aus Politik, Kirche und Vertretern der Schulfamilie spiegelte sich der Stolz auf das Erreichte wider. Es ist ein Ort entstanden, der nicht nur architektonisch überzeugt, sondern unseren Campus in Seidnitz/Tolkewitz vervollständigt.

Sächsische Wertarbeit und nachhaltige Visionen

Ein Projekt dieser Größenordnung – mit einem Investitionsvolumen von rund 28 Millionen Euro, finanziert gänzlich ohne Fördermittel – verlangt Mut und verlässliche Partner. Sebastian Quast betonte in seiner Ansprache die technische Präzision hinter diesem "Gesamtkunstwerk": Insgesamt 1.933 im Werk vorgefertigte Betonelemente wurden präzise montiert. Eine einzige Fassadenplatte zur Hausdorfer Straße bringt dabei stolze 25 Tonnen auf die Waage und ist damit das schwerste Bauteil des
Gebäudes.

Besonders beeindruckend war die logistische Meisterleistung hinter den knapp 23 Meter langen und 18 Tonnen schweren Dachbindern der Sporthalle, die in mehreren Nachtfahrten aus Nordrhein-Westfalen angeliefert wurden. Herr Quast schloss seine Rede mit einem geistlichen Bezug auf den Psalm 121: "Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit." Der Neubau ist ein Zeugnis enger Zusammenarbeit, die durch gemeinsame christliche Werte fest miteinander verbunden ist.

Zahlen und Fakten: Ein Blick hinter die Fassade

Das neue Haus an der Altenberger Straße beeindruckt nicht nur durch seine Ästhetik, sondern auch durch seine inneren Werte. Auf einer Brutto-Grundfläche von über 9.700 m² verteilen sich knapp 8.600 m² Netto-Raumfläche. Besonders hervorzuheben sind die großzügigen Flure, die mit etwa 3.300 m² Verkehrsfläche weit mehr als nur Wege sind – sie sind Lern- und Begegnungsorte.

Die Materialschlacht hinter dem Bau ist beachtlich:

  • Gipskarton: etwa 17.200 m² Platten (rund 150 Tonnen) wurden für Wände und Decken verbaut.
  • Böden: Über 6.200 m² Linoleum in drei Farbtönen sowie mehr als 2.000 m² Fliesen wurden verlegt.
  • Farbkonzept: Das Architekturbüro Schubert-Horst gestaltete das Gebäude in enger Abstimmung mit der FES in vier Haupt-Etagenfarben sowie Eisgrau und Grauweiß.
  • Nachhaltigkeit: Auf dem Dach sorgen 132 Photovoltaikmodule mit einer Leistung von 56 kWp für grüne Energie. Zudem wurde eine riesige Versickerungsanlage (Rigole) für Regenwasser mit einem Stauvolumen von ca. 200 m³ unter der Erde installiert.

Auch unter der Erdoberfläche verbirgt sich modernste Technik. Das Untergeschoss beherbergt zwei große Lüftungsanlagen für Klassenräume, Mensa und Küche sowie die gesamte Heizungs- und Trinkwasserverteilung. Beachtlich: Die Bauteile der Lüftung mussten teilweise händisch von Lastträgern in den Keller befördert werden, wobei Einzelstücke bis zu 400 kg wogen.

Ein Zeichen der staatlichen Verlässlichkeit

Auch Sachsens Kultusminister Conrad Clemens ließ es sich trotz gesundheitlicher Angeschlagenheit nicht nehmen, persönlich zu erscheinen. Er betonte die besondere Rolle des Freistaates bei der Refinanzierung des Projekts über die kommenden 25 Jahre und gab damit ein klares Signal der Verlässlichkeit an die anwesenden Vertreter der Banken. Der Minister lobte die FES als einen Ort, von dem auch das öffentliche Schulsystem lernen könne – insbesondere in Bezug auf die pädagogischen Ansätze wie das "Hauptfach Mensch".

Clemens hob hervor, dass Konzepte wie das selbstorganisierte Lernen und die Orientierungsphase (Klasse 5 und 6) wegweisend für die Bildungslandschaft der Zukunft seien. Als persönliches Geschenk und Zeichen der Verbundenheit überreichte er der Schule drei Bälle für die neue Sporthalle. Seine Worte unterstrichen, dass die Vielfalt der Bildungslandschaft in Sachsen ein hohes Gut ist, das es zu bewahren gilt.

Politische Weichenstellung und Anerkennung der Stadt

Bildungsbürgermeister Jan Donhauser betonte in seinem Grußwort die Bedeutung des Standortes für die Landeshauptstadt. Er erinnerte an den entscheidenden Moment im Dezember 2021, als der Stadtrat das Erbbaurecht für das Grundstück übertrug – ein Entschluss, den er auch heute noch als goldrichtig bezeichnete. Donhauser dankte dem Stadtrat ausdrücklich für die Unterstützung und lobte das enorme Durchhaltevermögen des Trägers.

Für die Stadt Dresden, so der Bürgermeister, sei die neue Schule keine Konkurrenz, sondern eine wertvolle Bereicherung des Bildungsangebots. Er hob hervor, dass die hohe Nachfrage an der FES ein deutliches Zeichen für die Qualität und Beliebtheit der Schule sei. Die gelungene Architektur ordne sich zudem hervorragend in das Stadtbild von Seidnitz ein. Zum Abschluss seiner Rede wünschte er der Schule – auch als kommunaler Beamter – für die Zukunft den Segen Gottes.

Das "Hauptfach Mensch" im Zentrum der Architektur

Für unsere Schulleitung, Herrn Thomas Kunz, und die Geschäftsführung Herrn Thomas Ertel stand bei der Planung stets die Frage im Vordergrund, wie die Architektur dem pädagogischen Prozess dienen kann. Das Ergebnis ist ein offenes Lernkonzept: Die großzügigen Flure dienen hier als helle, einladende Lernräume. Hier haben die Schülerinnen und Schüler den nötigen Freiraum, um selbstorganisiert zu lernen und Gemeinschaft zu erleben.

Diese Gestaltung folgt konsequent unserem Leitbild "Miteinander Glauben. Lernen. Leben". Inklusion ist dabei ein zentraler Pfeiler, der durch barrierefreie Strukturen und spezielle Ressourcenräume fest im Bauplan verankert wurde. Der Neubau bietet nun den optimalen Rahmen, um jeden jungen Menschen in seiner Einzigartigkeit wahrzunehmen und zu fördern – ganz im Sinne einer Bildungskultur, die auf einer starken Beziehungskultur basiert.

Emotionale Höhepunkte und souveräner Nachwuchs

Die feierliche Atmosphäre erreichte ihren emotionalen Höhepunkt, als der eigens gegründete Projektchor unter der Leitung von Ella Wappler (Musikschule "Goldenes Lamm") den neuen "FES-Song" uraufführte. Die Stimmen unserer Schülerinnen und Schüler erfüllten die Aula und rührten einige der Anwesenden zu Tränen. Musikalisch wurde der Festakt zudem brillant durch das Klarinettenensemble der Musikschule "Goldenes Lamm" eingeleitet.

Ein großes Lob gilt unseren Schülervertretern Emily und Colin. Sie empfingen Kultusminister Conrad Clemens herzlich und begleiteten ihn souverän bei der Führung durch das neue Haus. Dabei beantworteten sie die Fragen des Ministers mit beeindruckender Sicherheit und gaben ihm einen authentischen Einblick in ihren Schulalltag. Ihr Engagement zeigte einmal mehr, wie lebendig die Mitwirkung der Lernenden an unserer Schule ist.

Herzliche Gastfreundschaft und perfekte Organisation

Ein solches Fest gelingt nur durch die Hingabe vieler helfender Hände im Hintergrund. Ein ganz besonderer Dank gebührt Michaela Gornickel und ihrem Team, die mit unermüdlichem Einsatz für die Organisation und das leibliche Wohl aller Gäste sorgten. Mit viel Liebe zum Detail wurden Häppchen, Kaffee, Kuchen und Erfrischungen vorbereitet.

Die reibungslose Koordination – von der ersten Begrüßung bis zum gemütlichen Ausklang – trug maßgeblich dazu bei, dass sich jeder Gast auf unserem Campus willkommen und wertgeschätzt fühlte.

Ein Haus unter Gottes Segen

Kein Vorhaben der FES beginnt ohne ein festes geistliches Fundament. Oberlandeskirchenrat Burkart Pilz gab der Schulgemeinschaft in seinem geistlichen Impuls warme Worte und den Segen Gottes für das Haus mit auf den Weg. Er erinnerte uns daran, dass das Gelingen unserer Arbeit letztlich ein Geschenk ist.

Wir blicken nun voller Vorfreude auf die Zukunft in diesem wunderbaren Neubau. Möge er ein Ort der Sicherheit, der Entfaltung und des lebendigen Glaubens für alle sein.

Möchten Sie noch mehr Einblicke in unseren feierlichen Festakt erhalten? Besuchen Sie uns auf unseren Social-Media-Kanälen auf Facebook und Instagram! Dort haben wir bereits ausführlich berichtet und teilen regelmäßig Impressionen aus unserem lebendigen Schulleben sowie exklusive Einblicke hinter die Kulissen unseres neuen Campus.

 

(322 mal gelesen)